GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Sun, 04 Dec 2022 00:16:41 +0100 Sun, 04 Dec 2022 00:16:41 +0100 TYPO3 EXT:news news-956 Sun, 13 Nov 2022 19:02:12 +0100 2.000 Teilnehmende fordern: A 13 für hessische Grundschullehrkräfte jetzt! https://gew-nordhessen.de/home/details/2000-teilnehmende-fordern-a-13-fuer-hessische-grundschullehrkraefte-jetzt Demonstration in Frankfurt | GEW Hessen | Pressemitteilung Am Samstag, den 12. November, sind rund 2.000 Personen dem Aufruf der GEW Hessen zu einer Demonstration in Frankfurt gefolgt. Sie setzten sich unter dem Motto „Nächster Halt Hessen! – A 13 für hessische Grundschullehrkräfte jetzt!“ für die Überwindung der ungerechten Bezahlung von Grundschullehrkräften ein. Diese werden in Hessen als einziges Lehramt um eine Besoldungsstufe geringer vergütet. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, sind Grundschullehrkräfte aus ganz Hessen angereist.

An der Demonstration beteiligten sich auch zahlreiche GEW-Mitglieder mit anderen Lehrämtern, die A 13 für Grundschullehrkräfte solidarisch unterstützten. Heike Ackermann, stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen und selbst Grundschullehrerin, freute sich über die große Resonanz: „Wir setzen heute ein starkes Zeichen, dass sich in Hessen endlich etwas tun muss. Gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung sind Grundvoraussetzungen für eine Beendigung des Lehrkräftemangels.“

Die Demonstrierenden haben sich vormittags vor dem DGB-Haus in Frankfurt getroffen. Dort wurden sie von Thilo Hartmann, Frauke Gützkow und Bettina Herrmann begrüßt. Thilo Hartmann ist Vorsitzender der GEW Hessen. Frauke Gützkow vertritt im GEW-Hauptvorstand den Arbeitsbereich Frauen-, Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik. Bettina Hermann ist als stellvertretende Vorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz mit zahlreichen, ebenfalls für A 13 kämpfenden Kolleginnen und Kollegen aus dem Nachbarbundesland angereist. Vom DGB-Haus aus zog die Demonstration durch die Innenstadt zum Opernplatz. Im Rahmen ihrer Rede erinnerte Heike Ackermann an die vielfältigen Aktionen, die die GEW bereits unternommen hat: „In diesem Jahr sind wir jeden Monat auf die Straße gegangen und haben in verschiedenen Städten auf unsere Forderung aufmerksam gemacht. Grundschullehrkräfte leisten genauso viel wie die Lehrkräfte an anderen Schulformen und verdienen deshalb das gleiche Gehalt.“

Bei der abschließenden Kundgebung stellten sich weitere Rednerinnen und Redner hinter die Forderung nach A 13: Susanne Huppke zeigte auf, dass Beharrlichkeit sich auszahlt. Sie ist Grundschullehrerin in Nordrhein-Westfalen und dort in der GEW aktiv. Die A 13-Kampagne im größten Bundesland hatte inzwischen Erfolg, denn die neue schwarz-grüne Landesregierung hat vor wenigen Wochen die Gleichstellung aller Lehrämter angekündigt. Michael Rudolph brachte als Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen die Unterstützung aller Gewerkschaften zum Ausdruck.

Auch die hessische Landespolitik war prominent vertreten. Auf der Bühne standen Christoph Degen (SPD), Elisabeth Kula (DIE LINKE), Daniel May (DIE GRÜNEN) und Moritz Promny (FDP) für die Fragen von Thilo Hartmann zur Verfügung. „Die heute anwesenden Politikerinnen und Politiker haben allesamt – durchaus bei Unterschieden im Detail – bekundet, dass sie für eine Gleichstellung der Grundschullehrkräfte sind. Nur die CDU ist leider unserer Einladung nicht gefolgt. Inzwischen zahlen die meisten Bundesländer A 13 auch an Grundschulen. Hessen muss sich endlich bewegen!“, so das Resümee des Vorsitzenden der GEW Hessen.

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Aktuelles
news-954 Fri, 19 Aug 2022 11:53:02 +0200 Landesregierung verpasst Verbesserungen: Mehr Investitionen in den Bildungsbereich! https://gew-nordhessen.de/home/details/landesregierung-verpasst-verbesserungen-mehr-investitionen-in-den-bildungsbereich Bildungsmonitor stellt Hessen nur ein durchschnittliches Zeugnis aus. 19. August 2022 Pressemitteilung Die Landesregierung hat die Qualität der Bildung an hessischen Bildungseinrichtungen nicht verbessert. Das ist das Ergebnis des vom Institut der deutschen Wirtschaft veröffentlichten Bildungsmonitors 2022. „Die schwarz-grüne Landesregierung hat die Lücken zu anderen Bundesländern nicht geschlossen. Beispielsweise wurde es versäumt, den Ganztag an hessischen Grundschulen auszubauen. Der Bildungspolitik muss mehr Beachtung geschenkt werden, ansonsten verschlechtern sich die Bildungschancen in Hessen“, sagt die stellvertretende Landesvorsitzende der GEW Hessen, Dr. Simone Claar.

Neben dem durchschnittlichen Abschneiden der hessischen Bildungsqualität sind die Indikatoren des Bildungsmonitors fragwürdig. Bildung ist nicht quantifizierbar, sondern zeigt sich in der individuellen Entwicklung jedes Kindes, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Neben der individuellen Bewertung von Bildungsfortschritten können die Indikatoren zwischen den Bundesländern nicht immer verglichen werden. Ebenfalls ist die Zusammensetzung der Indikatoren zu hinterfragen. Dr. Claar stellt für den Bereich Forschung fest: „Die Vergabe von Drittmitteln ist kein Indikator für gute Bedingungen an den Hochschulen.“ Allgemein wurden die Indikatoren ohne jeglichen Bezug zu den Arbeitsbedingungen und der Entlohnung der Beschäftigten ausgewählt.
Dabei sind das die wichtigsten Bedingungen für gute Bildung.

Die GEW fordert vom Land, den Bildungsbereich besser mit personellen und finanziellen Mitteln auszustatten. „Die Landesregierung steht weiterhin in der Pflicht, mehr Investitionen in den Bildungsbereich zu tätigen. Wir brauchen mehr Geld für gute Bildung an hessischen Bildungseinrichtung“, so Dr. Claar. Sofern die dringend benötigten Investitionen ausbleiben, wird das Land Hessen in den kommenden Jahren weiter im Bildungsmittelfeld bleiben und dem Fach- und Lehrkräftemangel nichts entgegensetzen können.

 

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Aktuelles
news-952 Thu, 18 Aug 2022 11:56:57 +0200 Uni Kassel: 100 wissenschaftliche Hilfskräfte ab Oktober ohne Arbeitsvertrag https://gew-nordhessen.de/home/details/uni-kassel-100-wissenschaftliche-hilfskraefte-ab-oktober-ohne-arbeitsvertrag Kritik von GEW und ver.di 16. August 2022 Pressemitteilung Die Gewerkschaften GEW und ver.di kritisieren Pläne der Universität Kassel, wonach die zirka 100 wissenschaftlichen Hilfskräfte-Stellen (WHK) der Hochschule zu Oktober ersatzlos abgeschafft werden sollen. In einem offenen Brief an die hessische Wissenschaftsministerin Dorn und die Universitätsleitung fordern die Gewerkschaften und die betroffenen wissenschaftlichen Hilfskräfte die Verantwortlichen auf, andere Beschäftigungsmöglichkeiten aufzuzeigen. „Die Leitung der Universität Kassel muss ihrer sozialen Verantwortung als Arbeitgeberin der öffentlichen Hand nachkommen und im Dialog mit den Betroffenen alternative Arbeitsplätze schaffen“, fordert Dr. Simone Claar, stellvertretende Landesvorsitzende der GEW.

WHKs haben ein universitäres Studium (Master, 1. Staatsexamen, Magister oder Diplom) erfolgreich absolviert und sind beschäftigt, um sich in der Forschung zu qualifizieren. De facto werden auf den Stellen häufig administrativ-technische Tätigkeiten ausgeübt. Die Gewerkschaften GEW und ver.di befürworten die Abschaffung der prekären Stellenkategorie der WHKs, da die Arbeitsverträge semesterweise befristet sind und infolge des geringen Stundenumfangs kaum ein existenzsicherndes Einkommen ermöglichen. „Anstelle der WHK-Stellen müssen tarifliche Arbeitsplätze im wissenschaftlichen oder administrativ-technischen Bereich geschaffen werden“, betont Katharina Lenuck, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di. Die WHKs sind nicht in den Tarifvertrag mit dem Land Hessen (TV-H) eingruppiert und werden vom Arbeitgeber als günstige und flexible Beschäftigungsform genutzt.

„Die Betroffenen wurden über das Auslaufen ihrer Arbeitsverträge häufig nicht direkt informiert und es fehlt oft an finanziellen Ressourcen für eine Weiterbeschäftigung der betroffenen WHKs, insbesondere bei Drittmittelprojekten", berichtet Kristin Häckl, WHK an der Uni Kassel. Die Verantwortung für die wissenschaftlichen Hilfskräfte liegt beim Wissenschaftsministerium, bei der Unileitung und den Dekanen. Das Wissenschaftsministerium hat die Abschaffung der wissenschaftlichen Hilfskräfte durch die vorletzte Novelle des hessischen Hochschulgesetzes angestoßen.

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Hochschule
news-951 Thu, 18 Aug 2022 11:55:21 +0200 Ministerium sieht vorerst keinen Anlass für Entlastungen https://gew-nordhessen.de/home/details/ministerium-sieht-vorerst-keinen-anlass-fuer-entlastungen Zukunft der Hochschullehre 28. Juli 2022 Pressemitteilung Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen sieht die Beschäftigten an Hochschulen an der Belastungsgrenze. „Uns erreicht viel Kritik über hohe Arbeitsbelastung in Lehre, Forschung und Verwaltung“, so Dr. Simone Claar, stellvertretende Landesvorsitzende der GEW und Beschäftigte der Universität Kassel.

Das Land Hessen hatte die Belastungen der Landesbeschäftigten mit einer steuerfreien Einmalzahlung, dem sogenannten Corona-Bonus, anerkannt und honoriert. „Neben dem Gehalt ist aber das zentrale Problem vieler Kolleginnen und Kollegen die zeitliche Belastung und der hohe Arbeitsdruck“, so Claar weiter. Die Reduzierung der Lehrverpflichtung an Hochschulen, insbesondere an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sei notwendig. Die dort beschäftigten Professuren und Lehrkräfte für besondere Aufgaben unterrichten mit 18, beziehungsweise 24 Semesterwochenstunden deutlich mehr als ihre Pendants an Universitäten.

Dort sind es acht, beziehungsweise maximal 18 Semesterwochenstunden.

„Mit der gewachsenen Anzahl an Aufgaben und der hohen Lehrverpflichtung leidet die Qualität der Lehre. Die Beschäftigten sind gezwungen unbezahlte Mehrarbeit auf Kosten des Privatlebens zu leisten“, kritisiert Simone Claar. Um eine Reduzierung der Lehrverpflichtung zu erreichen,  hat sich die GEW mit dem Hochschullehrerbund (hlb) Hessen in einem Bündnis zusammengetan. In der Antwort auf eine kleine Anfrage der SPD im hessischen Landtag erhielten die Forderungen des Bündnisses nun eine Absage: „Die Lehrverpflichtung […] ist so angelegt, dass die Bewältigung aller Dienstaufgaben in der regelmäßigen Arbeitszeit möglich ist.“ Eine grundsätzliche Änderung sei nicht geplant, Entlastungen ergeben sich laut Wissenschaftsministerium durch 300 zusätzliche Professuren an HAWen und durch den Aufbau eines wissenschaftlichen Mittelbaus.

Bei der aktuellen Belastungssituation sind diese Maßnahmen zu langfristig angelegt. „Maßnahmen sind dringend geboten, insbesondere im Hinblick auf die Vorbereitung des nächsten Semesters. Neben Corona steht mit der Energiekrise und den angekündigten Einsparungen der nächste Stresstest für die Hochschulen und Beschäftigten an.“

 

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Hochschule
news-950 Tue, 09 Aug 2022 08:46:07 +0200 1939 - 1. September - 2022 Antikriegstag in Kassel https://gew-nordhessen.de/home/details/1939-1-september-2022-antikriegstag-in-kassel Treffpunkt Do., 1.Sept.2022, 16:30 h am Obelisken (Treppenstraße) Auch vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine bleibt für uns die politische Botschaft des 1. September als Antikriegstag aktuell: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Unsere Mahnung vor Militarisierung und Kriegen ist nicht nur an „runden Jubiläen“ nötig, sondern eine dauernde Verpflichtung in dieser Stadt. Aufrüstung und Waffenproduktion haben hier beginnend mit der faschistischen Kriegspolitik und der verheerenden Bombennacht im Oktober 1943, der Wiederaufnahme der Panzerproduktion in den 1950er Jahren, aber auch nach der Rüstungskonversion mit der Schließung der Kasernen immer eine Rolle gespielt. Gleichzeitig erleben wir mit der erneuten Ankunft von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine seit März 2022, dass viele Probleme in dieser Welt ihre Ursache in den verschiedenen Krisenschauplätzen innerhalb und außerhalb Europas haben. Wenn Hunger, soziales Elend und Krieg den Menschen keine lebenswerten Perspektiven ermöglichen, kann es nicht verwundern, dass diese Menschen sich auf den den Weg in eine vermeindlich bessere Zukunft in die Europäische Union machen. Ihnen gilt unsere Solidarität - auch am Antikriegstag 2022.

Kasseler Aufruf zum Antikriegstag 2022

Am 1. September bekräftigen wir immer wieder unsere Grundüberzeugung: „Nie wieder Faschismus!

Nie wieder Krieg!“ Jeder Krieg ist ein Angriff auf die Menschheit und die Menschlichkeit.

Mit dem Überfall der russischen Armee auf die Ukraine ist der Krieg zurück in Europa.

Im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und anderswo wüten weiterhin, teilweise seit

Jahrzehnten, Kriege und Bürgerkriege. Tod, Zerstörung und Flucht – so lautet ihre fürchterliche

Bilanz. Die Waffen müssen endlich schweigen – überall auf der Welt! Russlands autokratisches

Regime verfolgt eine brutale Politik der militärischen Konfrontation und Eskalation. Die

europäische und internationale Friedens- und Sicherheitsordnung liegt in Trümmern. Diese

tiefe Zäsur zwingt uns, neue Antworten zu finden.

Die einzige Antwort der Bundesregierung ist: Aufrüstung! In den letzten Monaten haben Themen,

wie das Sondervermögen für die weitere Aufrüstung der Bundeswehr, die schon lange

nicht unter Geldmangel gelitten hat, oder die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine, die

öffentliche und politische Auseinandersetzung geprägt. Diese Debatte ist notwendig. Sie hat

sich aber immer stärker auf die Rechtfertigung von Aufrüstung und Rüstungsexporten verengt.

Mit unserer Aktion am diesjährigen Antikriegstag warnen wir vor einer weiteren Militarisierung

der Debatte. Der Ukraine-Krieg zeigt in aller Deutlichkeit, Frieden lässt sich nicht mit

noch mehr Waffen schaffen. Hinzu kommt, dass jeder Euro, der zusätzlich für Aufrüstung ausgegeben

wird, an anderer Stelle fehlt. Die Finanzierung des militärischen Engagements geht zu

Lasten der Leistungsfähigkeit unseres Sozialstaates und verschärft die soziale Ungleichheit in

unserem Land. Diese Mittel fehlen für die notwendigen Investitionen im Bildungsbereich und

die dringenden Zukunftsinvestitionen in die sozialökologische Transformation.

Verhandeln statt schießen!

Deshalb wollen wir ein Zeichen setzen:

• für eine europäische und internationale Friedensordnung, die auf den Menschenrechten und

den Prinzipien der Freiheit, der Selbstbestimmung und der sozialen Gerechtigkeit beruht. Die

Bundesregierung fordern wir auf, ihren im Koalitionsvertrag formulierten Anspruch einer

friedensorientierten Außenpolitik umzusetzen.

• für eine kooperativ ausgerichtete Sicherheitspolitik, die weit über militärische Friedenssicherung

hinausgeht. Ein umfassendes Sicherheitsverständnis muss zentrale Aspekte, wie die

Bewältigung der Folgen des Klimawandels, die Bekämpfung von Pandemien, die Sicherung

der Energie- und Rohstoffversorgung und den Aufbau international vertraglich gesicherter

Liefer- und Wertschöpfungsketten umfassen. Gleichzeitig fordern wir, zivile Instrumente der

Diplomatie, der Entwicklungszusammenarbeit und einer fairen Handelspolitik, der humanitären

Hilfe und der Konfliktprävention deutlich aufzuwerten.

• gegen einen neuen weltweiten Rüstungswettlauf. Gerade der Ukraine-Krieg zeigt, wie wichtig

es ist, am Ziel einer weltweit kontrollierten Abrüstung festzuhalten. Die Festlegung der Bundesregierung,

den deutschen Rüstungshaushalt dauerhaft auf das Zwei-Prozent-Ziel der NATO

oder darüber hinaus aufzustocken, lehnen wir deshalb entschieden ab. Außerdem fordern wir

die Bundesregierung auf, mit dem angekündigten Rüstungsexportkontrollgesetz umgehend

für eine deutliche Beschränkung von Waffenexporten zu sorgen. Gerade in Kassel, am Standort

eines der größten Kriegswaffenproduzenten, halten wir am Ziel der Rüstungskonversion fest.

• für eine weltweite Ächtung von Atomwaffen. Alle Nuklearmächte modernisieren derzeit ihre

Atomwaffenarsenale. Dieser Wahnsinn muss beendet werden! Dabei sehen wir auch die Bundesregierung

in der Pflicht: Wir fordern sie auf, an dem im Koalitionsvertrag formulierten Ziel

eines atomwaffenfreien Deutschlands festzuhalten, aus der nuklearen Teilhabe auszusteigen

und die Lagerung von Atomwaffen in unserem Land zu beenden. Das bedeutet für uns auch,

dass Deutschland dem UN Atomwaffenverbotsvertrag beitreten muss.

Zum Flyer

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Aktuelles
news-949 Wed, 27 Jul 2022 12:24:04 +0200 Überleitung in die neue Entgeltordnung https://gew-nordhessen.de/home/details/ueberleitung-in-die-neue-entgeltordnung Beratung für GEW-Mitglieder Lehrkräfte und unterrichtsunterstützende sozialpädagogische Beschäftigte müssen sich bis zum 31. Juli 2023 entscheiden, ob sie einen Antrag auf „Überleitung in die neue Entgeltordnung“ stellen sollen.

Der Tarifvertrag sieht zwar vor, dass zum 1. August 2022 alle Beschäftigten mit ihrer bisherigen Entgeltgruppe und Entgeltstufe in das neue Tarifsystem wechseln. Für viele, aber nicht für alle Beschäftigten, ergibt sich jedoch aus der neuen Entgeltordnung eine Eingruppierung in eine höhere Entgeltgruppe (Höhergruppierung) oder die Zahlung einer Entgeltgruppenzulage oder einer Anpassungszulage. Hierfür muss ein Antrag gestellt werden, der nicht zurückgenommen werden kann. Für Beschäftigte, deren Arbeitsverhältnis am 1. August 2022 ruht (z.B. wegen Elternzeit) haben nach Wiederaufnahme der Tätigkeit ein Jahr Zeit, den Antrag zu stellen.
 
Die GEW Hessen berät ihre Mitglieder

Über unser Beratungsnetzwerk können GEW-Mitglieder eine individuelle Beratung zur neuen Entgeltordnung und zu der Frage erhalten, welche Auswirkungen ein Antrag auf Überleitung hätte.

Hierfür haben wir ein Netzwerk an ehrenamtlichen Beraterinnen und Beratern gebildet. Mitglieder der GEW Hessen erhalten die Kontaktdaten hier auf Anfrage:

Noch kein Mitglied?

Die Beratung erfolgt auch für diejenigen, die sich erst jetzt für eine Mitgliedschaft entscheiden. Die Mitgliedschaft beginnt hier zum Beginn des Antragsmonats. Hierfür bitte im Mitgliedsantrag in der Freitextstelle „bisherige Gewerkschaftszugehörigkeit“ das Stichwort „EGO-L-H“ eingetragen.

Die Mitgliedschaft kann auf einem Papierformular oder online unter www.gew.de/mitglied-werden beantragt werden. Die Beratung von Nichtmitgliedern ist der GEW Hessen nicht gestattet.

Beratung durch die Schulämter

Das Land Hessen hat mit Informationsschreiben vom 6. Juli 2022 das Angebot einer „unverbindlichen schriftlichen Anfrage“ gemacht. Die GEW Hessen begrüßt dies sehr. Wir empfehlen unseren Mitgliedern aber dennoch, die sich bei der GEW Hessen dennoch und vor der unverbindlichen Anfrage beraten zu lassen.

Hinweis für Lehrkräfte HSU-Lehrkräfte mit der Weiterbildung im Fach Ethik:

Für am 31. Juli 2022 bereits beschäftigte Lehrkräfte für den herkunftssprachlichen Unterricht, die den zweijährigen Weiterbildungskurs im Fach Ethik erfolgreich absolviert haben und die mindestens 25 % ihrer Tätigkeit im Fach Ethik unterrichtet, sieht der neue Tarifvertrag die Zahlung einer Zulage vor. Diese muss nicht beantragt werden.


Informationen zur Lehrkräfte-Entgeltordnung

Der GEW Hessen

Auf unserer Homepage im Bereich Tarif und Besoldung www.gew-hessen.de/tarifbesoldung/entgeltordnung-lehrkraefte-tv-ego-l-h-2022

und im Mitgliederbereich unter dem Stichwort Tarif www.gew-hessen.de/ Login/ Tarif | Entgeltordnung Lehrkräfte Dort können die Muster für die unverbindliche Anfrage und für den Antrag auf Überleitung abgerufen werden.

Hessisches Kultusministerium https://kultusministerium.hessen.de/schuldienst/tv-ego-l-h

 

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Aktuelles
news-948 Thu, 21 Jul 2022 16:19:26 +0200 Das Land Hessen entlässt zahlreiche Lehrkräfte über die Sommerferien in die Arbeitslosigkeit https://gew-nordhessen.de/home/details/das-land-hessen-entlaesst-zahlreiche-lehrkraefte-ueber-die-sommerferien-in-die-arbeitslosigkeit Ende des Missstands gefordert 21. Juli 2022 Pressemitteilung Die Bildungsgewerkschaft GEW weist darauf hin, dass der Beginn der Sommerferien für zahlreiche Lehrkräfte in Hessen das Ende ihres Arbeitsverhältnisses bedeutet, so dass sie über die Ferien erwerbslos sind. Ein Großteil von ihnen wird voraussichtlich zum Schuljahresbeginn im September erneut eingestellt. Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, forderte ein Ende dieses Missstands: „Wir haben ein Schuljahr hinter uns, in dem es wahrlich nicht an Herausforderungen mangelte. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die Aufnahme zahlreicher geflüchteter Kinder und Jugendlicher aus der Ukraine und der sich an allen Ecken und Enden niederschlagende Personalmangel haben den Lehrkräften viel abverlangt.“ Es sei alleine dem großen Engagement der Kolleginnen und Kollegen zu verdanken, dass der Schulbetrieb trotz aller Widrigkeiten ermöglicht wurde: „Für die gut 7.000 befristet eingestellten Vertretungskräfte, ohne die das Unterrichtsangebot angesichts des Lehrkräftemangels überhaupt nicht mehr aufrechterhalten werden könnte, ist es eine herbe Klatsche, dass das Land viele von ihnen über die Sommerferien nicht entlohnt. Anstelle des wohlverdienten sommerlichen Erholungsurlaubs steht für sie nun erst einmal der Gang zum Jobcenter an. Viele dürften sich vor diesem Hintergrund fragen, ob sie sich nicht beruflich umorientieren sollten. Das Land Hessen zeigt sich als miserabler Arbeitgeber. Gerade angesichts der massiven Probleme bei der Stellenbesetzung sollte sich das Land so etwas erst recht nicht erlauben.“

Des Weiteren wies Thilo Hartmann auf die unattraktive Einstellungspraxis für neu ausgebildete Lehrkräfte hin. In Hessen dürften über 1.000 Lehrkräfte Ende Juli ihren Vorbereitungsdienst, der nach dem Studium absolviert werden muss, beenden. Ein Großteil von ihnen hat bereits ein Einstellungsangebot vom Land Hessen oder von einem anderen Bundesland erhalten. Dabei spitzt sich der Lehrkräftemangel derzeit in vielen Bereichen zu: Im Grundschullehramt, im Förderschullehramt, im Berufsschullehramt. Auch mit einzelnen Mangelfächern in den Lehrämtern der weiterführenden Schulen – wie Physik, Chemie, Kunst oder Musik – erhalten voll ausgebildete Lehrkräfte in der Regel sofort mindestens ein Einstellungsangebot. Thilo Hartmann befürchtet, dass das Land Hessen viele davonverlieren könnte: „In Hessen werden zum neuen Schuljahr eingestellte Lehrkräfte erst drei Tage vor Unterrichtsbeginn in das Beamtenverhältnis aufgenommen. Angesichts der späten Sommerferien in diesem Jahr ergibt sich daraus eine Lücke von etwa fünf Wochen. Wer sich nun beispielsweise in Nordrhein-Westfalen beworben hat, kann fünf Wochen Arbeitslosigkeit umgehen.“ Diese Praxis schade Hessen auf dem bundesweiten Lehrkräftearbeitsmarkt. Darüber hinaus erinnerte Thilo Hartmann daran, dass dieses Vorgehen den jungen Lehrkräften gegenüber höchst unfair ist: „Der Vorbereitungsdienst ist eine ausgesprochen fordernde Zeit. Gerade in Hessen jagt eine Prüfungssituation die andere. Gleichzeitig ist die Besoldung der Anwärterinnen und Anwärter so gering, dass sie keinerlei Rücklagen bilden können. Und dann drohen mehrere Wochen Arbeitslosigkeit.“

Hinzu käme das Problem, so Hartmann, dass durch den Vorbereitungsdienst, der ein Beamtenverhältnis auf Zeit sei, keine Ansprüche an die Arbeitslosenversicherung erworben würden. Dies sei ein Grund dafür, dass sich nur ein Teil von ihnen arbeitslos melde: „In den offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die die Bundesländer übrigens schon lange wegen dieser Verschiebung von Kosten in die Sozialversicherungssysteme kritisiert, sehen wir nur die Spitze des Eisberges. Viele dürften sich mehr schlecht als recht irgendwie durchschlagen“, so die Einschätzung von Thilo Hartmann.

Zum Hintergrund:

Hessen kann seit vielen Jahren zahlreiche Stellen im Schulbereich nicht mehr mit ausgebildeten Lehrkräften besetzen. Die Zahl der befristeten Vertretungsverträge ist nach einem zwischenzeitlichen Rückgang in den vergangenen Jahren wieder deutlich angestiegen. Seit 2009 regelt ein Erlass des Kultusministeriums, dass befristete Verträge in verschiedenen, aber nicht allen Vertretungskonstellationen die Sommerferien umfassen sollen. Für die Umsetzung sind jedoch die einzelnen Schulämter zuständig, in Einzelfällen kommt es dabei immer wieder zu Problemen. Die GEW Hessen schätzt, dass etwa ein Drittel der Vertretungskräfte nicht über die Sommerferien bezahlt wird. Die Zahl der befristeten Vertretungskräfte nimmt weiter zu, da der Lehrkräftemangel größer geworden ist.

Der Vorbereitungsdienst von Lehrkräften, die diesen im Sommer abschließen, endet immer exakt Ende Juli. Die Einstellung von neuen Lehrkräften zum Schuljahresbeginn erfolgt dem Einstellungserlass zufolge jedoch grundsätzlich erst drei Tage vor Unterrichtsbeginn. Dadurch ergibt sich eine Lücke ohne Beschäftigten- oder Beamtenstatus. Angesichts der späten Lage der Sommerferien muss im Jahr 2022 eine besonders lange Zeitspanne überbrückt werden.

Die Bundesagentur für Arbeit zählte im Vorjahr 600 Lehrkräfte, die sich in Hessen über die Sommerferien arbeitslos gemeldet haben. Damit liegt Hessen über dem bundesweiten Durchschnitt. Angaben für das Jahr 2022 werden erst im Herbst vorliegen. Die GEW rechnet damit, dass sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr weiter erhöhen wird.

 

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Aktuelles
news-947 Thu, 14 Jul 2022 10:44:51 +0200 Gelungener Protest am Obelisken https://gew-nordhessen.de/home/details/gelungener-protest-am-obelisken Mehr als hundert Vertreter:innen aus unterschiedlichen Bildungseinrichtungen forderten bessere Bedingungen. Michael Scherbaum (Stadtschüler:innenrat), Dr. Simone Claar (stellvertretende Landesvorsitzende GEW Hessen) und Carsten Leimbach (Bezirksvorsitzender GEW Nordhessen) forderten in ihren Reden die endlich notwendigen Reformen wie weniger Lehrverpflichtungen, geringere Gruppengrößen in KiTas und Schulen und bessere räumliche Bedingungen. Das Bildungssystem drohe ansonsten zu platzen. Anschaulich wurde der Protest, indem die Teilnehmenden ihre Forderung auf prall gefüllten Luftballons formulierten  bzw. mit Kreide auf das Plaster aufmalten. Gegen Ende der Veranstaltung wurden die Forderungen auf den Ballons vorgelesen und die Ballons zum Platzen gebracht.

Die Schüler:innenband der Jakob-Grimm-Schule unterstützte die Aktion mit einem gelungenen musikalischem Auftritt.

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Aktuelles
news-941 Wed, 06 Jul 2022 10:40:00 +0200 Das Bildungssystem kurz vor dem Platzen https://gew-nordhessen.de/home/details/default-d2b088fc8d Aufruf zur Protestaktion am Obelisken am 13.Juli 2022 16.00-17.30 Uhr  

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein weiteres Schuljahr, Semester und KiTa-Jahr unter besonderen Bedingungen geht zu Ende. Fast vergessen sind die Tage, an denen sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und die Kolleginnen und Kollegen nur mit Mund-Nasen-Schutz begegneten und das Ritual des Corona-Tests am Morgen uns täglich an die Pandemie erinnerte.Trotzdem bleibt der Ausnahmezustand weiter bestehen. Regelmäßig erfahren wir von positiven Tests in den Bildungseinrichtungen. Die letzten 2,5 Jahre haben bei Lernenden und Lehrenden deutliche Spuren hinterlassen. Dies bestätigt zum Beispiel auch das Schulbarometer für die Lehrkräfte (https://deutsches-schulportal.deunterricht/umfrage-deutsches-schulbarometer/). Die GEW hat immer wieder betont, dass die Pandemie wie ein Brennglas die Probleme der Bildungslandschaft aufzeigt. Das Kultusministerium weist zwar darauf hin, dass mehr Beschäftigte im hessischen Schuldienst arbeiten als je zuvor. Dies ist jedoch immer noch viel zu wenig und zeigt nur, dass endlich umgesetzt wurde, was die GEW schon lange fordert, zum Beispiel, dass sozialpädagogische Kompetenz an den Bildungseinrichtungen dringend benötigt wird und dass es deswegen richtig ist, UBUS-Fachkräfte einzustellen.Trotzdem bleiben die alten Probleme des Bildungssystems bestehen: Die Belastungen für die Lehrenden sind viel zu hoch, da sie zu hohe Lehrverpflichtungen haben. Die Gruppengrößen an den KiTas, Schulen und Hochschulen sind zu groß und die Arbeit wird unter katastrophalen räumlichen Bedingungen geleistet. Auch kann die Digitalisierung des Bildungswesens nicht „ehrenamtlich“ nebenher mit erledigt werden, sie verlangt professionellen IT-Support. Fluchtbewegungen wie die gerade aus der Ukraine gab es im Jahr 2015 und wird es leider zukünftig immer wieder geben. Die Beschäftigten im Bildungswesen wollen alles tun, damit Kinder und Jugendliche hier in Deutschland integriert werden können. Dafür braucht es zusätzliche Ressourcen, damit das Bildungssystem nicht zum „Platzen“ gebracht wird. Diese und viele weitere Probleme müssen den politisch Verantwortlichen immer wiedervor Augen geführt werden. Dies muss auch als Protest auf der Straße passieren. Dazu rufen wir Euch auf, beteiligt Euch am 13.07.2022 an unserer Protestaktion.

Björn Bening & Carsten Leimbach (Bezirksvorsitzende)

Zum Plakat

Handzettel

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Aktuelles
news-946 Wed, 06 Jul 2022 10:39:03 +0200 Hochwertiger Ganztag erfordert bessere Arbeitsbedingungen und Fachkräfteoffensive https://gew-nordhessen.de/home/details/hochwertiger-ganztag-erfordert-bessere-arbeitsbedingungen-und-fachkraefteoffensive GEW Hessen zu Zahlen des Fachkräfte-Radar 5. Juli 2022 Pressemitteilung Die  veröffentlichten Zahlen des „Fachkräfte-Radar für Kita und Grundschule 2022“ der Bertelsmann-Stiftung zeigen nach Ansicht der hessischen GEW, dass sich beim Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erhebliche Probleme abzeichnen. Nach den Berechnungen im Fachkräfte-Radar werden im Jahr 2030 mehr als 5.000 Fachkräfte für die Ganztagsförderung aller Grundschulkinder in Hessen fehlen.

Dazu sagte der Vorsitzende der GEW Hessen, Thilo Hartmann: „Schon jetzt besteht ein erheblicher Fachkräftemangel. Die Arbeitsbedingungen von Erzieher:innen, Lehrkräften und anderer im Ganztag tätigen Berufsgruppen müssen zügig verbessert werden, um die Arbeitsfelder Kita und Schule attraktiver zu machen und Personal zu gewinnen.“

Die Landesregierung, so Hartmann, dürfe ihren Kopf nicht länger in den Sand stecken: „Wir fordern von der Landesregierung, dass sie endlich transparent darlegt, wie der Anspruch auf Ganztag in Hessen ab dem Schuljahr 2026/27 umgesetzt werden soll. Die Verantwortung für den Ganztag wie im Pakt für den Nachmittag weitgehend in die Verantwortung von Schulträgern, Vereinen und Elterninitiativen zu legen, ist aus unserer Sicht ein Holzweg. Hier besteht ein Flickwerk von Honorarverträgen ohne Tarifbindung, in scheinselbstständiger Tätigkeit, ohne Vertretung durch Personal- oder Betriebsräte. Wir fordern die Landesregierung auf, sich das Bundesland Thüringen zum Vorbild zu nehmen. Dort sind Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher gleichermaßen beim Land beschäftigt.“

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Aktuelles